Zahlungsmoral deutscher Unternehmen sinkt

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen ist wegen der Corona-Krise drastisch gesunken. Das zeigen Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform auf Basis von Millionen Zahlungsvorgängen. So zahlen demnach die Unternehmen ihre Rechnungen derzeit im Durchschnitt 11,6 Tage nach dem Fälligkeitsdatum. Im Januar hatte der durchschnittliche Zahlungsverzug noch 10,4 Tage betragen.

Es handele sich um den höchsten gemessenen Anstieg in einem so kurzen Zeitraum, so Creditreform. In den vergangenen Jahren sei der Wert schlimmstenfalls um 0,5 Tage gestiegen, ein Anstieg um 1,2 Tage sei alarmierend.

Grundlage für die Datenerhebung ist das Debitorenregister Deutschland von Creditreform, in dem monatlich rund sieben Millionen Zahlungsinformationen erfasst werden. Die Werte sind wegen der vielen Datensätze über die Zeit sehr stabil. Seit 2016 hatte der niedrigste Halbjahreswert der Überfälligkeit 10,0 Tage, der höchste 10,8 Tage betragen.

Experten sind sich einig: Die Zahlungsmoral wird sich im Jahresverlauf weiter verschlechtern. Bei Schuldnern in der schlechtesten Risikoklasse ist die Zahl überfälliger Rechnungen zuletzt um 16 Prozent gestiegen. Auch muss damit gerechnet werden, dass die Bonität vieler Unternehmen in den nächsten Wochen nach unten angepasst wird. Verschlechterungen gab es bislang vor allem bei Firmen, die in der Zeit vor Corona schon mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten.

Auch – und gerade – in Krisenzeiten steht die merkurfinanz an Ihrer Seite und unterstützt Sie, Liquiditätsengpässen effektiv entgegenzuwirken. Leider können wir zum jetzigen Zeitpunkt den Ausgang des wirtschaftlichen Shut-down nicht vorhersehen und daher oftmals nur Empfehlungen aussprechen. So raten wir Ihnen für die bevorstehende Zeit, Ihre Geschäftspartner genauer zu prüfen und Zahlungskonditionen aktiv anzupassen. Sie wollen Ihre Liquidität schützen? Dann sprechen Sie mit uns!