merkurfinanz-Blog: Themen rund um das Kreditmanagement

Halten Sie sich mit unseren Blog-Beiträgen auf dem Laufenden und sichern Sie sich dadurch Ihren Wissensvorsprung! Wir recherchieren für Sie Trends, aktuelle Markt- und Produktentwicklungen zu Kautionen, Kreditversicherungen und Finanzierungslösungen  sowie Branchennews. Aber auch Neuigkeiten aus dem Hause merkurfinanz finden Sie in unserem Blog. Schauen Sie gerne öfter vorbei. Es lohnt sich!

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Durch das (COVInsAG) ist im März dieses Jahres die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen bis Ende September 2020 ausgesetzt worden, die aufgrund der COVID-19-Pandemie insolvent geworden sind und dennoch Aussicht haben, sich zu sanieren. Nun hat die Koalition die Aussetzung der Antragspflicht für einen Teil der Unternehmen in der Corona-Krise bis zum 31. Dezember 2020 verlängert.

Factoring als alternative Finanzierungsquelle

Die KfW stellt in ihrem vierteljährlichen Barometer – KfW-ifo-Kredithürde – fest: Die Schwierigkeiten beim Kreditzugang nehmen für Unternehmen aller Größenklassen in der Corona-Krise zu, denn Banken verhalten sich zunehmend restriktiver. Welche alternativen Finanzierungsquellen gibt es für Unternehmen?

Anstieg Unternehmensinsolvenzen in 2020

So paradox es klingen mag, aber trotz Corona-Krise sind die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im 1. Halbjahr 2020 rückläufig. Grund zur Freude gibt es jedoch nicht, denn die sinkenden Insolvenzzahlen verschleiern die tatsächliche Lage der Betriebe. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

Die derzeitige Krisensituation zeigt einmal mehr, dass die Unternehmenswirklichkeit dynamisch und komplex ist. Das Coronavirus rüttelt die Wirtschaft kräftig durch und stellt Unternehmen vor eine Belastungsprobe. Für Lieferanten heißt es jetzt mehr denn je, sich mit den richtigen Instrumenten gegen existenzbedrohende Forderungsausfälle zu wappnen und die eigene Liquidität zu sichern. Tauschen Sie sich mit Kreditversicherungsexperten in unserem kostenfreien Online-Beratungsgespräch aus. 

Malware-Apps, Phishing-Mails, Fake News: Die Corona-Krise ruft auch Cyberkriminelle auf den Plan. Sie nutzen Schwachstellen in Computersystemen und richten damit enormen Schaden an. Gerade in einer Zeit, in der Millionen Menschen im Home-Office arbeiten und damit in einer weniger gesicherten IT-Umgebung, haben Kriminelle leichtes Spiel. IT-Sicherheitsexperten warnen deshalb vor einer Cyberkriminalitäts-Welle ungekannten Ausmaßes. Was Unternehmen jetzt beachten sollten und wie sie sich absichern können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit den deutschen Kreditversicherern im April 2020 einen Schutzschirm gespannt, um die Geschäftsbeziehungen der deutschen Wirtschaft in der Corona-Pandemie abzusichern. Dadurch sind die Kreditversicherer in der Lage, ihren Kunden weiterhin Kreditlimite im bestehenden Umfang von rund 400 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Diese Maßnahme war zunächst befristet bis 31.12.2020 und wurde dann in Absprache mit den Kreditversicherern und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), unter Zustimmung der EU-Kommission, bis 30. Juni 2021 verlängert.

Seit 19.04.2021 ist es offiziell: Der Schutzschirm für Warenkreditversicherungen wird zum 30. Juni 2021 auslaufen. Sofern Sie eine Warenkreditversicherung abgeschlossen haben, werden Sie von Ihrem Kreditversicherer zeitnah über die weiteren Schritte informiert.

Wichtig ist diese Information für Sie, wenn Ihr Unternehmen eine Warenkreditversicherung (WKV) abgeschlossen hat. Andernfalls kann Ihr Unternehmen dennoch tangiert sein, denn die Kreditversicherer bieten ihren Kunden Versicherungsschutz bei Forderungsausfällen, insbesondere infolge von Insolvenzen. Im Rahmen des Risikomanagements bewerten die Kreditversicherer alle Unternehmen, egal, ob sie eine Geschäftsbeziehung zu diesen haben oder nicht.

Die Vereinbarung ist der sich ausbreitenden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen geschuldet. Gerade in Krisenzeiten werden u. a. mittelständische Unternehmen zusätzlich belastet. Indikatoren sind die steigende Zahl von Lieferantenkrediten sowie die Gefahr von Unternehmensinsolvenzen. In dieser Situation bringt die Kreditversicherung spürbare Entlastung für Unternehmer: Sie springt bei Forderungsausfällen ein.

Versicherer decken Lieferantenkredite in Höhe von 400 Milliarden Euro

In solchen Krisenphasen steigen die Herausforderungen auch an die Kreditversicherer. Im Interesse ihrer Kunden und auch im Eigeninteresse müssen sie Lieferanten sehr verantwortungsvoll bewerten. Überzogene Reaktionen durch Deckungsreduzierungen, gewissermaßen als Vorgriff auf eine Insolvenzwelle, helfen vielen gesunden Unternehmen nicht, selbst diese können durch solche Maßnahmen in Schwierigkeiten geraten.

Um dies zu verhindern haben die deutschen Kreditversicherer gemeinsam mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Bundesregierung einen Schutzschirm gespannt, der die Geschäftsbeziehungen der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Corona-Pandemie absichern soll. Laut GDV ermöglicht die Vereinbarung mit dem Bund es den Kreditversicherern, ihren Kunden weiterhin Kreditlimite im bestehenden Umfang von rund 400 Milliarden EUR zur Verfügung zu stellen. Die Garantie des Bundes ermöglicht es den Kreditversicherern höhere Risiken einzugehen als durch die tatsächliche Risikobewertung gerechtfertigt wäre. Mit dieser Entscheidung sollen die Lieferketten stabilisiert werden.

Laut GDV sichert die Garantie des Bundes Entschädigungsleistungen der Kreditversicherer von März 2020 bis Ende 2020 in Höhe von 30 Milliarden EUR ab. Im Gegenzug verpflichten sich die Kreditversicherer, die Kreditlimite im bestehenden Umfang von 400 Milliarden EUR weitestgehend aufrecht zu erhalten.

Darüber hinaus, so der GDV in einer Presseerklärung, tragen die Kreditversicherer Verluste in Höhe von bis zu 500 Millionen EUR selbst, übernehmen die Ausfallrisiken, die über die Garantie des Bundes hinausgehen und führen zwei Drittel ihrer gesamten Prämieneinnahmen für 2020 an den Bund ab. Die Prämieneinnahmen beliefen sich für 2019 auf 817 Millionen EUR.

Laut GDV hat der im Frühjahr 2020 gespannte Schutzschirm dazu beigetragen, Lieferketten und Warenströme in einem Umfang von rund 420 Milliarden Euro zu stabilisieren.

Die Presseerklärung vom 19.04.2021 des GDV ist zu lesen: https://www.gdv.de/de

Da merkurfinanz nicht nur das Geschäftsfeld Kautionsversicherung, sondern ebenso das Geschäftsfeld der Warenkreditversicherung in all seinen Ausprägungen kompetent bedient, beraten wir Sie gerne bezüglich einer optimalen Absicherung Ihrer Geschäfte, auch und gerade in schwierigen Zeiten. Bei Bedarf entwickeln wir für Sie Konzepte, die wir am Markt ausschreiben um optimale Konditionen für Sie zu erzielen und vermitteln die entsprechenden Policen.

Sprechen Sie uns gerne an.

Wie wird die Corona-Krise psychisch verarbeitet?

Die psychische Verarbeitung der Coronakrise folgt – ähnlich der Verarbeitung von anderen belastenden Ereignissen – einem bestimmten Verlauf, der Ihnen hier von der HumanProtect Consulting GmbH (Tochter der R+V Versicherung) idealtypisch dargestellt wird.

Zahlungsmoral sinkt

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen ist wegen der Corona-Krise drastisch gesunken. Das zeigen Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform auf Basis von Millionen Zahlungsvorgängen. So zahlen demnach die Unternehmen ihre Rechnungen derzeit im Durchschnitt 11,6 Tage nach dem Fälligkeitsdatum. Im Januar hatte der durchschnittliche Zahlungsverzug noch 10,4 Tage betragen.

Hamsterkäufe, Quarantänen, abgesagte Veranstaltungen: Die Furcht vor dem Corona-Virus steigt. Ein Interview mit der Psychologin Karin Clemens, Geschäftsführerin des R+V-Dienstleisters HumanProtect, über Ängste und ihre Bewältigung.

Unternehmensinsolvenzen steigen wieder

Die Konjunkturschwäche in Deutschland schlägt zunehmend auf die Zahlungsmoral durch. 2019 waren deutsche Unternehmen deutlich stärker mit Zahlungsausfällen konfrontiert als in den Jahren zuvor. Nach einer Hochrechnung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entschädigten die Warenkredit- und Kautionsversicherer im vergangenen Jahr Forderungen in Höhe von fast 900 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung von mehr als 60 Prozent.

Seite 1 von 2